Feuer machen


     Feuerstahl (fire steel)

US-ARMY

 

Nach vielen Tests, ist das fire steel der US Army für mich das zuverlässigste Hilfsmittel beim Feuer machen. Es zündet bei jeder Witterung und kann auch nass werden.

 

Zum Feuer machen ist immer eine Vorbereitung nötig. Zundermaterial (siehe Zunder), kleine Äste und geeignetes Holz müssen schon bereit liegen. Anschließend wird aus dem Zundermaterial ein Nest vorbereitet.

Von der Aluminiumseite schabt man dann etwas Alu Späne in das Nest. Ich mach das immer so, damit die Funken später, schneller zünden.


Anschließend schlägt man von oben nach unten mit dem Messer auf die Feuerstein Seite. Dabei achtet man darauf, dass die dabei entstehenden Funken in das Nest fallen.

 

Wenn die Funken zünden, wird das Nest dann vorsichtig angehoben und durch leichtes pusten bzw. schütteln Sauerstoff zugeführt. Das brennende Nest, wird dann erst mal mit kleinen Ästen zu einem Feuer aufgebaut und dann später durch Holz am Laufen gehalten.


      Feuerpumpe (fire piston)

 

Die Feuerpumpe macht sich das Prinzip von Hitzeerzeugung durch komprimierte Luft zu nutzen. Also ähnlich wie bei einem Dieselmotor.

In dieser Ausführung erhält man die Feuerpumpe, bestehend aus einem Kolben und einem Gehäuse. Dabei sind noch Zunderschnur im Wasserdichten Container am Gehäuseboden, ein Feuerstahl als Alternative und Ersatzdichtungen für den Kolben. Nachteile sind hier das Gewicht, die Größe und das es nicht mit jedem Zundermaterial funktioniert. Aber das sollte jeder für sich entscheiden.

 

Auch hier solltet Ihr erst wieder Vorbereitungen wie Nestbau und Material sammeln erledigt haben.

 

Dann wird das Gehäuse unten zugedreht, damit die komprimierte Luft später nicht entweichen kann. Der Kolben wird komplett raus gezogen und in die untere Einsparung ein wenig Zunderschnur eingedrückt. Achtet da drauf, dass der Kolben mit Schmierstoffen eingefettet ist.


Der Kolben wird dann vorsichtig auf das Gehäuse gesetzt.

Das Gehäuse dann gut mit einer Hand festhalten und dann mit der anderen Hand auf den Kolben schlagen. Durch die Kompression der Luft im Inneren des Gehäuses entstehen so hohe Temperaturen, dass der Zunder zu glimmen beginnt.


Der Kolben wird langsam aus dem Gehäuse entfernt und dass glimmende Zundermaterial vorsichtig in das Nest gelegt.


Dann folgt wieder anheben des Nestes und durch pusten bzw. leichtest fächern versuchen die Glut zum entflammen zu bringen.


Batterie & Kaugummipapier

 

Für diese Methode benötigt man eine möglichst volle Batterie und Kaugummipapier. Beim Kaugummipapier ist wichtig, dass dieses eine Aluminiumseite und Papierseite hat. Außerdem sollte wieder ein sehr trockenes Zundernest vorbereitet werden.

Das Kaugummipapier wird glatt gestrichen und dann längst halbiert. Anschließend wird es wie auf der Abbildung zu geschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Mitte möglichst sehr schmal wird.

 

Die Enden der Aluminiumseite werden dann an den Minuspol und den Pluspol gehalten. Da in der Mitte nur sehr wenig leitendes Material übrig ist, treffen sich Plus- und Minusladung auf sehr kleinen Raum. Das Aluminium erhitzt sich und die Papierseite entzündet sich.

Das Papier wird schon vor dem Zundvorgang in das Zundernest gehalten. Wenn das Papier anfängt zu glühen, wird dann langsam durch sanftes pusten, das Nest entzündet. 


Lithium Ionen Akku

 

Wichtig ist hier, dass es sich bei dem Akku, um einen Lithium Ionen Akku handelt.

 

Vorab, die Bear Grylls Methode mit dem Messer einfach rein stechen, damit das Lithium mit dem Sauerstoff reagiert funktioniert nicht. Der Akku fängt zwar nach einer Weile an sich stark zu erhitzen und es zischt auch, aber ein Feuer bekommt man damit nicht an.

 

Man öffnet die Abdeckung an den Kontakten mit dem Messer. Die Kontakte werden anschließend nach oben ausgerichtet wie auf dem Bild. Den Akku stellt man am besten an einen Stein und klemmt zerrupfte Watte da zwischen.

Die Messerklinge wird an die rechten und linken Kontakte gehalten. Dabei wird ein Kurzschluss erzeugt und Funken sollten dabei die Watte treffen und diese entzünden.

 

Danach ist der Akku nicht mehr zu gebrauchen.